Vor- und Nachteile verschiedener Be- und Entlüftungssysteme

Be- und Entlüftungssystem: Rund um die Uhr frische Luft atmen. Inklusive unserer intuitiven Anforderungsübersicht für Ihr Projekt!

Banner-checklist-wohnungslüftungssysteme

 

Wenn private oder öffentliche Gebäude saniert oder neu gebaut werden, sollte eines nicht fehlen: ein maßgeschneidertes und langlebiges Be- und Entlüftungssystem. Denn diese Systeme sorgen in privat oder gewerblich genutzten Innenräumen für saubere und frische Luft, steigern das Wohlbefinden des Menschen und beugen Erkrankungen vor. In gewerblich genutzten Objekten wird nachhaltig die Leistungsfähigkeit jedes Mitarbeiters gesteigert. Zudem schützen diese effektiv vor Schimmelbildung. Fenster können geschlossen bleiben, was vor lauten Geräuschen schützt und Schmutz abhält. Außer Acht lassen darf man in Zeiten permanent steigender Energiepreise nicht, dass – je nach System – der Energieaufwand reduziert wird.

Die Vorteile im Überblick:

  • Frische und gesunde Luft 24/7 ohne eigenen Aufwand
  • Lüftung passt sich dem Bedarf in jedem Wohnraum an
  • Folgeschäden an der Bausubstanz durch Feuchtigkeit werden vermieden
  • Für Allergiker: Vermeidung von Pollen und Staub
  • Durch geschlossene Fenster bleibt Lärm außen vor
  • Schutz vor Einbruch
  • Geregelte Abführung von luftgebundenen Schadstoffen
  • Reduzierung des CO2-Gehaltes in der Raumluft (insbesondere nachts in Schlafräumen)

Der Markt bietet – je nach vorhandenem Budget und Komfortanforderungen – eine Vielzahl an technischen Lösungen. Wir stellen die Vorteile der technischen Varianten vor, zeigen aber auch die Nachteile der unterschiedlichen Systeme auf. Darüber hinaus können Sie unsere kostenlose Anforderungsübersicht herunterladen. Mit dieser planen sie im Handumdrehen die passende Lüftungsanlage für Ihr Projekt.

JETZT HERUNTERLADEN


Dezentrale Lüftungssysteme für Insellösungen

Dezentrale Lüftungsanlagen verzichten auf eine „Lüftungszentrale“ in einem Gebäude. Sie werden gezielt für die Be- und Entlüftung einzelner Räume eingesetzt. Unterschieden wird bei dezentralen Lüftungssystemen zwischen zwei verschiedenen Systemen.

Abluftanlage

Meist werden reine Abluftanlagen in Feuchträumen, wie in Bädern, Toiletten oder Küchen eingesetzt. Ein Ventilator sorgt über einen Abluftkanal für den Abtransport der mit Feuchtigkeit angereicherten Raumluft. Gleichzeitig können damit auch unangenehme Gerüche beseitigt werden. Zu- und Abluftanlage mit Wärmerückgewinnung

Zu- und Abluftanlage mit Wärmerückgewinnung

Zu- und Abluftanlagen der dezentralen Lüftung bestehen meist aus Modulen, die durch ein definiertes Umschalten für Zu- auf Abluft und umgekehrt in einem Raum sorgen. Alternativ wird dieses Prinzip mit zwei getrennten Lüftungskanälen realisiert. Um die meist hohen Wärmeverluste zu minimieren, werden im Markt hauptsächlich Systeme mit einem integrierten Wärmetauscher verkauft, die der Abluft die Wärme entziehen und diese wieder dem Raum über die Außenluft zuführen.

Dezentrale Lüftungsanlagen werden in der Regel dann verbaut, wenn lediglich bestimmte Räume be- und entlüftet werden sollen. Diese sind kostengünstig, da auf aufwendige Installationen von Rohren verzichtet werden kann. Insbesondere eignen sich diese für eine nachträgliche Installation in Altbauten, um schnell und kostengünstig Lösungen für schadhafte Raumluft zu schaffen oder wo eine zentrale Anlage aus Platzgründen nicht berücksichtigt werden kann.
Ein Nachteil ist mitunter die Geräuschentwicklung von dezentralen Anlagen. In Schlafräumen eignen sich diese nur bedingt. Bei einer Installation in sämtlichen Räumen eines Hauses wird der Kostenaufwand gegenüber zentralen Be- und Entlüftungsanlagen deutlich höher ausfallen. 

 

Vorteile:

  • Kostengünstige Lösung für einzelne Räume
  • Einfache Installation
  • Kein Luftverteilsystem notwendig
  • Besonders für den nachträglichen Einbau geeignet

Nachteile:

  • Geräuschentwicklung kann störend sein
  • Keine Klimatisierung möglich
  • Unwirtschaftlich bei Ausstattung sämtlicher Räume in größeren Wohneinheiten

 

Zentralsysteme für Zu- und Abluft mit Wärmerückgewinnung für Mehrfamilienhäuser

 zentralsysteme-zu-und-abluft-mit-Wärmerückgewinnung-mehrfamilienhäuser

Für dieses zentrale Lüftungssystem mit Wärmerückgewinnung wird eine Lüftungseinheit mit integrierter Wärmerückgewinnung in der Regel auf dem Dach oder dem Dachboden installiert. Die belastete Raumluft wird aus jedem Abluftraum (Küche, Bad, WC, Abstellkammer, Hauswirtschaftsraum, etc.) durch Abluftelemente abgesaugt und über eine Rohrleitung nach außen geführt.

Die Außenluft wird gefiltert und durch Zuluftelemente in die Wohnräume (Wohnzimmer, Schlafzimmer, Kinderzimmer etc.) geführt. Im integrierten Wärmetauscher wird der Abluft die Wärmeenergie entzogen und der Zuluft zugeführt.  

Vorteile:

  • Geregelte frische Raumluft
  • Reduzierung der Wärmeenergie
  • Geräuscharmer Betrieb
  • Einfache Wartung
  • Zentrale Wartung ohne Wohnungszutritt möglich

Nachteile:

  • Aufwändige Installation
  • Räumliche Gegebenheiten müssen bei einer Sanierung passen

Zentrale Abluftanlagen für Mehrfamilienhäuser

Die Abluftanlage für Mehrfamilienhäuser kann innerhalb des Gebäudes oder auf dem Dach platziert werden. Diese ist über einen Schacht mit den Luftkanalnetzen sämtlicher Wohnungseinheiten verbunden.

Über dieses Leitungsnetz wird die verbrauchte Luft durch Abluftelemente in den Nutzräumen, wie z. B. Bäder, WC und Küche, permanent abgesaugt.

In den Wohnräumen (z. B. Wohn-, Kinder- und Schlafzimmer) strömt die Außenluft über Außenwand- oder Fensterelemente nach. Bei feuchtegesteuerten Systemen sorgt der stromlose Sensor sowohl in den Zu- wie den Abluftelementen – je nach Raumnutzung – für optimalen Luftwechsel separat in jedem Raum und jeder Wohnung.

Alternativ können die Abluftelemente mit Bewegungs- oder Taster/Schalter-Funktionen ausgestattet werden, um Gerüche schneller zu entfernen.

 

Zentrale-Abluftanlagen-Mehrfamilienhäuser

Vorteile:

  • Bedarfsgeführte Lüftung
  • Schnelle Beseitigung von unangenehmen Gerüchen
  • Einfache Bedienung
  • Zentrale Wartung ohne Wohnungszutritt möglich 

Nachteile:

  • Die Außenluft gelangt ohne Temperaturveränderung in die Zulufträume, es kann zu Zugerscheinungen kommen
  • Die Wärmeenergie wird ungenutzt über die Abluft abgegeben

Zentralsysteme mit Wärmerückgewinnung je Wohneinheit

Eine besonders interessante Lösung ist ein zentrales Lüftungssystem mit Wärmerückgewinnung, das für einzelne Wohneinheiten konzipiert ist. Die Lüftungsanlage ist mit einer effizienten Wärmerückgewinnung ausgestattet und ermöglicht eine bedarfsgeführte Be- und Entlüftung mit einem Zentralgerät.

 Zentralsysteme-mit-Wärmerückgewinnung je Wohneinheit

Die belastete Raumluft wird aus jedem Abluftraum (Küche, Bad, WC, Abstellkammer, Hauswirtschaftsraum, etc.) durch Abluftelemente abgesaugt und über eine Rohrleitung zentral nach außen geführt.

Die Außenluft wird gefiltert und durch Zuluftelemente in die Wohnräume (Wohnzimmer, Schlafzimmer, Kinderzimmer, etc.) geführt. Im integrierten Wärmetauscher wird der Abluft die Wärmeenergie entzogen und der Zuluft zugeführt. Somit lässt sich eine Wärmerückgewinnung von ca. 90% erreichen.

Ideal ist diese Lösung bei einem Neubau von Ein-, Zwei- oder Mehrfamilienhäusern aber auch bei deren Sanierung.  

 
 

Vorteile:

  • Geregelte frische Raumluft
  • Reduzierung der Wärmeverluste durch Wärmerückgewinnung
  • Geräuscharmer Betrieb
  • Für den nachträglichen Einbau geeignet; insbesondere bei Eigentumswohnungen, wenn keine Be- und Entlüftungseinheit für das gesamte Gebäude installiert wird
  • Separate Verbrauchskostenabrechnung 
  • Einfache Wartung

Nachteile:

  • Aufwändige Installation
  • Für das Lüftungsgerät muss in der Wohnung eine passende Stellfläche (Fußboden, Wand, Decke) zur Verfügung stehen
  • Der Aufstellort sollte mindestens 10°C haben 

 


Zentrale Abluftanlage je Wohneinheit

Ohne ein Gebäude komplett mit einer zentralen Abluftanlage ausstatten zu müssen, bietet das System der zentralen Abluftanlage je Wohneinheit ein hohes Maß an Flexibilität. Beispielsweise für Wohnbaugesellschaften oder Eigentümer großer Mietobjekte. So kann bei einer Sanierung die Installation pro Wohneinheit erfolgen.
Der zentral im Bad oder einem Nebenraum montierte Abluftventilator saugt die belastete und verbrauchte Raumluft über Abluftelemente in den Nutzräumen, wie z. B. Bad, WC und Küche permanent ab.

 

In den Wohnräumen (z. B. Wohn-, Kinder- und Schlafzimmer) strömt Außenluft über Außenwand- oder Fenster-Zuluftelemente aufgrund des entstandenen Unterdrucks automatisch nach.

Einige Systeme, wie beispielweise das von Exhausto by Aldes, können die Ab- und Zuluftelemente alternativ mit einer stromlos funktionierenden Luftmengenregelung ausgestattet werden. Diese sorgt in Abhängigkeit der Raumluftfeuchte für einen optimalen Luftwechsel separat in jedem Raum.

Die verbrauchte Raumluft wird über das Leitungssystem zum Abluftventilator geführt. Fühler im Ventilator oder in den Abluftelementen messen den Ist-Wert der belasteten Raumluft und regeln den Volumenstrom nach Bedarf.

Zentrale-Abluftanlage-je- Wohneinheit

Vorteile:

  • Nachrüstung pro Wohneinheit
  • Automatischer, bedarfsorientierter Betrieb
  • Kompakte Bauweise
  • Einfache Wartung
  • Besonders für den nachträglichen Einbau geeignet; insbesondere bei Eigentumswohnungen, wenn keine Be- und Entlüftungseinheit für das gesamte Gebäude installiert wird
  • Separate Verbrauchskostenabrechnung möglich

Nachteile:

  • Räumliche Gegebenheiten müssen passen
  • Keine Wärmerückgewinnung 

Mit unserer intuitiven Anforderungsübersicht unterstützen wir Sie bei der Planung der passenden Lüftungsanlage für Ihr Projekt. Diese stellen wir Ihnen natürlich kostenfrei zur Verfügung! 

JETZT HERUNTERLADEN