Der hohe Einfluss der Luftqualität in Arbeitsräumen auf das Konzentrations- und Leistungsvermögen der anwesenden Personen ist wissenschaftlich unbestritten. Deswegen sind Konzeptionen zur Optimierung des Raumklimas in Büros inzwischen Gegenstand jeglicher Planung von Neubauten wie auch bei Modernisierungsmaßnahmen. Der nachfolgende Beitrag zeigt wesentliche Eckpunkte einer solchen Planung und Realisierung auf. Dabei wird unter anderem auch auf die Bedeutung variabler Volumenstromregler eingegangen.
Normen und Richlinien
Relevant bei den Vorschriften ist zunächst DIN EN 16798-1 „Energetische Bewertung von Gebäuden – Lüftung von Gebäuden – Teil 1“. Die Norm regelt die Eingangsparameter für das Innenraumklima zur Auslegung und Bewertung der Energieeffizienz von Gebäuden, unter anderem eben für die Raumluftqualität. Zu beachten ist ebenso der Teil 3 dieser Norm (DIN EN 16798-3) mit dem Schwerpunkt Lüftung von Nichtwohngebäuden und Leistungsanforderungen an Lüftungs- und Klimaanlagen sowie Raumkühlsysteme.
Wichtig sind zudem die Technischen Regeln für Arbeitsstätten ASR A3.6 „Lüftung“ und ASR A3.5 „Raumtemperatur“, die Muster-Lüftungsanlagenrichtlinie mit den Anforderungen zum Brandschutz, und die VDI 6022 Blatt 1 mit den Hygieneanforderungen an raumlufttechnische Anlagen und Geräte.
Büros und Konferenzräume
Die Arbeitsstättenrichtlinie ASR A3.6 „Lüftung“ fasst mögliche Einflussfaktoren der Luftqualität in Büros unter dem Begriff Stofflasten zusammen. Konkretisiert hat das die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV, Fachbereich Verwaltung) in ihren Empfehlungen zu Lüftungskonzepten an Innenraumarbeitsplätzen (FBVW-503, 25.04.2022) mit folgender Tabelle:
Stofflasten | Mögliche Quellen im Innenraum |
Lösungsmittel | Bodenbeläge, Anstriche, Klebstoffe, Kosmetika (Mensch) |
Duftstoffe | Bodenpflege- und Reinigungsmittel, Kosmetika (Mensch) |
Allergene | Pflanzen, Schimmelpilze, Anstriche, Außenluft |
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